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Salz – chemisch Natriumchlorid (NaCl) – ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der für zahlreiche Körperfunktionenunverzichtbar ist. Es besteht aus etwa 40 % Natrium und 60 % Chlorid und spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts, der Nervenleitung, des Blutdrucks und des Säure-Basen-Gleichgewichts.
Salz ist seit Jahrtausenden ein bedeutendes Lebensmittel – früher ein wertvolles Handelsgut, heute fester Bestandteil der modernen Ernährung. Doch wie bei vielen Nährstoffen gilt auch hier: Die Menge macht den Unterschied.
Natriumchlorid (NaCl): Hauptbestandteil, verantwortlich für die physiologische Wirkung.
Jodiertes Speisesalz: Mit Jod angereichert, um Jodmangel und Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen.
Fluoridiertes Salz: Enthält zusätzlich Fluorid zum Schutz der Zähne.
Meersalz, Steinsalz, Himalayasalz: Natürliche Varianten – sie unterscheiden sich geschmacklich und optisch, haben jedoch ähnliche Nährstoffzusammensetzung.
1. Regulation des Wasserhaushalts:
Natrium im Salz bindet Wasser im Körper und sorgt dafür, dass Flüssigkeit gleichmäßig zwischen Zellen und Blutkreislauf verteilt bleibt. Ohne Natrium könnte der Körper weder Wasser speichern noch korrekt hydriert bleiben.
2. Nerven- und Muskelfunktion:
Natrium und Chlorid sind essenzielle Elektrolyte, die elektrische Impulse in Nerven und Muskeln ermöglichen. Ohne ausreichend Salz wäre keine Muskelkontraktion, Herzschlag oder Reizübertragung möglich.
3. Blutdruckkontrolle:
Natrium beeinflusst das Blutvolumen und damit den Blutdruck. Sowohl zu wenig als auch zu viel Salz kann diesen aus dem Gleichgewicht bringen.
4. Säure-Basen-Gleichgewicht:
Chlorid ist Bestandteil der Magensäure (Salzsäure) und unterstützt die Verdauung sowie die Aufrechterhaltung eines stabilen pH-Werts im Körper.
5. Unterstützung des Stoffwechsels:
Salz hilft bei der Aufnahme anderer Mineralstoffe (z. B. Glukose, Aminosäuren) im Darm und spielt eine Rolle im Nährstofftransport über Zellmembranen.
Unterstützt den Flüssigkeitshaushalt
Ermöglicht normale Nerven- und Muskelfunktion
Fördert eine gesunde Verdauung durch Bildung von Magensäure
Unterstützt Blutdruckstabilität bei ausgewogener Ernährung
Verbessert den Geschmack und die Haltbarkeit von Lebensmitteln
Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann die Nieren belasten und zur Erhöhung des Blutdrucks (Hypertonie) führen – ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Langfristige Folgen von zu viel Salz:
Bluthochdruck und Herzbelastung
Wasseransammlungen (Ödeme)
Schwächung der Nierenfunktion
Erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt
Viele verarbeitete Lebensmittel (z. B. Brot, Käse, Wurst, Fertigprodukte, Snacks) enthalten verstecktes Salz – etwa 75 % der täglichen Zufuhr stammen aus industriell hergestellten Produkten.
Ein Salzmangel ist selten, kann aber bei starkem Schwitzen, Durchfall oder extremer körperlicher Belastung auftreten. Symptome:
Muskelschwäche oder Krämpfe
Schwindel, niedriger Blutdruck
Übelkeit, Kopfschmerzen
Konzentrationsschwierigkeiten
Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE):
Maximal 6 g Salz pro Tag (etwa 1 gestrichener Teelöffel)
Dies entspricht rund 2,4 g Natrium.
Sportler oder Menschen mit starkem Flüssigkeitsverlust (z. B. durch Schwitzen) können kurzfristig mehr Salz benötigen, um den Elektrolythaushalt zu stabilisieren.
Verwende Kräuter und Gewürze als Geschmacksträger statt übermäßig Salz.
Bevorzuge frische, unverarbeitete Lebensmittel.
Greife zu jodiertem und fluoridiertem Speisesalz für zusätzliche Nährstoffversorgung.
Lies Etiketten: Viele Fertigprodukte enthalten „verstecktes Natrium“ (z. B. Natriumglutamat, Natriumbicarbonat).
Salz ist lebensnotwendig, aber im Übermaß gesundheitsschädlich. Es reguliert Flüssigkeit, Nerven, Muskeln und Blutdruck – jedoch nur, wenn es in einem ausgeglichenen Verhältnis zu anderen Elektrolyten wie Kalium steht. Eine bewusste Verwendung von Salz, kombiniert mit frischen Lebensmitteln und moderatem Konsum verarbeiteter Produkte, trägt entscheidend zu Herz-Kreislauf-Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bei.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). (2020): Natrium, Chlorid und Salz – Empfehlungen der DGE.
He FJ, MacGregor GA. (2010): Reducing population salt intake worldwide: from evidence to implementation. Prog Cardiovasc Dis, 52(5), 363–382.
WHO (World Health Organization). (2012): Guideline: Sodium intake for adults and children.
Graudal NA, et al. (2017): Intake of sodium, potassium, and the sodium-to-potassium ratio and cardiovascular risk. Eur Heart J, 38(44), 3353–3360.